Repetier-Server & Bigtreetech Pi TFT50 V1.0 Display (in Arbeit)

underconst

 

Hier entsteht die Anleitung für den Repetier Server.

 

Achtung:
Bei der Installation oder dem Update auf die Version 0.94.3 muss die Verbindungseinstellung bei RTS und DTR von Hoch zu tief auf Tief zu hoch geändert werden !!
Dies wurde in der Anleitung noch nicht angepasst.

 

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
Installation
SSH Zugriff für Putty konfigurieren
WLan vorab konfigurieren
Der erste Start
WLan Konfiguration nach dem Booten über den Access Point

Pro Version freischalten oder Testzeitraum starten
Sprache auf dem Display ändern
Den Server bitte immer korrekt herunterfahren
Update durchführen
Hardware Informationen
Login per SSH mit Putty
Passwort für den User "pi" ändern
Konfiguration des Grundsystems über raspi-config
Update des Grundsystems (Raspberry Pi OS)
Raspberry Pi / Repetier Server mit 3D Drucker verbinden
Neuen Drucker konfigurieren
Kamera einrichten (nur Pro Version)

 

Vorwort

Seit längerem arbeitet bei mir der Repetier Server sehr zufriedenstellend auf meinem Raspberry Pi 3B mit externem 7 Zoll Touch Display von Pollin.
Da ich jedoch das neue Bigtreetech Touchdisplay 5 Zoll bekommen habe, wurden die beiden Displays getauscht und diese neue Anleitung erstellt.
Hintergrund ist dabei auch, dass ich eine weitere Steckdose (für das alte Display) einspare und den Hardwareaufwand verringere.
Man kann den Server natürlich auch ganz ohne Display betreiben, jedoch finde ich es ganz praktisch, wenn diverse Sachen auf die Schnelle im laufenden Betrieb angezeigt bekommt oder man auch Drucke direkt vom Server auswählen und starten kann.

Als Serverhardware nutze ich einen bei mir "rumliegenden" Raspberry Pi 3B, der für den kommenden Zweck ausreicht.
Wer will, kann natürlich auch jeden anderen Raspberry Pi nehmen aber unter den 3B würde ich nicht gehen und beim 4B fangen die Probleme mit der Kühlung an, die man zwar sicherlich gut lösen kann, das ganze Hardwarepackage aber auch ziemlich aufbläht und man im Moment nicht wirklich einen 4B braucht.
Wer aber eh neu kaufen muss, kann ggf. trotzdem auf den 4B zurückgreifen, sollte aber eben eine ordentliche Kühlmaßnahme berücksichtigen.

Beim Display handelt es sich um dieses:

BIGTREETECH PI TFT50 V1.0 TFT-display for Raspberry Pi

Ich habe das Display recht günstig über eBay bestellt, da ich bei Amazon noch keine Quelle finden konnte.
Sobald es bei Amazon in DE erhältlich ist, werde ich es hier verlinken.

Es handelt sich hierbei NICHT um das Display am/im Drucker, sondern direkt für den Raspberry Pi und dient für die Anzeige des Repetier Servers auf dem Raspberry Pi.
In der Beschreibung im obigen Link ist auch die Rede von "Octo BTT" aber ich gehe davon aus, dass das Display generell am Raspberry Pi arbeitet, so wie das originale 7 Zoll Display auch.
Daher sollte es am Repetier Server ebenfalls seinen Dienst verrichten.

Warum das Bigtreetech Display in 5 Zoll und nicht das 7 Zoll originale oder weiterhin das Pollin Display ??
Bei mir ist es lediglich der Preis, das originale Pi Display ist mir einfach zu teuer und ich möchte weg vom Pollin Display, da es eine extra Stromversorgung benötigt und einen resistiven Touch hat anstatt den besseren kapazitiven.

Das Display kam in der von Bigtreetech bekannten schwarzen Verpackung und ebenfalls lag wieder eine kleine Gummiente bei, diesmal sogar mit Bigtreetech Logo:

Das Display fuer den Repetier Server

Ebenfalls mit dabei sind vier Schrauben zur Befestigung und das für den Raspberry Pi nötige Displaykabel.

Das Display ist von vorne gesehen eher unspektakulär:

Das Display von vorneDie Rueckseite des Displays

Dagegen hat es auf der Rückseite sogar vier Abstandshalter genau im Abstand für die Befestigung am Raspberry Pi.

Das folgende Bild zeigt meinen Raspberry Pi 3B in einem älteren Taritec Vesa Gehäuse:

Der Raspberry Pi 3B im Taritec Gehaeuse

Selbstverständlich können auch andere Gehäuse genutzt werden oder wer will, kann auch das Display direkt an den Raspberry Pi schrauben (oder umgekehrt).
Wichtig ist nur, dass das beim Display mitgelieferte Displaykabel von der Länge her reicht und bei der Montage nicht verdreht werden muss.

Beim Hersteller wird der Raspberry Pi in einem Video auf das Display geschraubt und zwar so, dass beide Kabelanschlüsse in die gleiche Richtung schauen.
Ich habe das genauso gemacht, nur eben mit meinem Gehäuse dazwischen, da ich diese "Konstruktion" hängend über meinen 3D Drucker montieren will.

Bevor ich aber das Flachbandkabel angeschlossen habe, wurde die SD Karte mit dem Raspberry Pi Image geflasht und die SD Karte wieder in den Raspberry Pi gesteckt.
Dies wurde notwendig, da das Flachbandkabel über den SD-Karten-Slot geht und man dann nicht mehr dran kommt, ohne das Kabel zu entfernen.

Sobald die Software auf der SD Karte gelandet ist, sieht das Ganze montiert bei mir so aus:

Das komplette Hardwarepack

Beim Ablegen der Hardware auf den Tisch, immer darauf achten, dass mindestens Schaumstoff (am besten aus der Originalverpackung) drunter liegt, egal wie rum man das Gebilde dreht.

Hier habe ich ein erstes Bild mit Repetier Server:

Eine erste Ansicht

Das Bild oben zeigt eine alte Repetier Server Installation, bei dem einfach das Display getauscht wurde.
Hier habe ich das alte Pollin 7 Zoll LCD abgeklemmt und das neue Bigtreetech 5 Zoll Display angeklemmt.
Ich habe dabei nichts umkonfiguriert und das Bild kam auch schon wenige Sekunden nach dem Anklemmen des Netzteilkabels.
Hierbei handelt es sich nur um einen Test, ob mein Display überhaupt funktioniert.

 

Hier folgt nun die Installation und Konfiguration vom Repetier Server von Anfang an:

 

Installation

Da die Raspberry Pi Foundation inzwischen einen eigenen Image Flasher herausgebracht hat, werde ich diesen Weg beschreiben.
Wer möchte, kann natürlich den Flasher seiner Wahl nutzen und wie gewohnt damit sein Image auf die SD Karte bringen.
Der hier beschriebene Raspberry Pi Imager liegt in den Versionen für Windows, macOS und Ubuntu vor und sollte unter allen drei Systemen gleich funktionieren.

Hier laden wir den Imager herunter:

Downloadseite für den Raspberry Pi Imager

repetierserv imagerdownload sml

Dabei klicken wir auf den Link der gewünschten Version und laden die Installationsdatei auf den PC/Mac/Whatever.

Jetzt wird die Installation per Doppelklick auf die eben heruntergeladene Datei gestartet und es erscheint folgendes Fenster (kann einige Sekunden dauern und eine Sicherheitsabfrage erscheint auch davor):

Der Imager wird installiert

Hier klicken wir auf "Install" und es geht weiter:

repetierserv imagerinstallprogress

Nun wird das Programm installiert (hier unter Windows) und mit folgendem Fenster abgeschlossen:

Die Installation des Imagers ist fertig

Nun nur noch auf "Finish" klicken und das Programm startet auch gleich:

repetierserv imagermain

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die für den Raspberry Pi benötigte SD Karte in das SD Laufwerk am PC/Mac/Sonstwas einzustecken.

Bevor das Image vom Repetier Server geflasht werden kann, müssen wir es natürlich erst herunterladen:

Downloadseite für das Repetier Server Image

repetierserv imagedownload

Auf der Seite scrollen wir etwas herunter und klicken auf den Menüpunkt "Raspberry Pi Image".

Auf der nachfolgenden Seite befinden sich viele wichtige und nützliche Infos, die man sich ruhig durchlesen sollte, falls man später etwas von der Standardkonfiguration abweichen will/muss:

repetierserv imageselect

Haben wir uns auf dieser Seite schlau gemacht, reicht ein Klick auf den oben gezeigten Button, um das Image herunterzuladen.

Übrigens:
Oben sind auch immer wieder 20% Nachlass wegen Corona zu sehen.
Da die Pro Version vom Repetier Server ein wenig Geld kostet, sollte man den Rabatt nutzen und kann somit Geld sparen.
Die Pro Version hat einige Features mehr, wie z.B. Kamera Ansicht usw. (weitere Infos siehe Webseite).
Ich habe mir die Pro Version früher bei einer anderen Rabattaktion gesichert und in dieser Anleitung wird auch nur auf die Pro Version eingegangen.
Sollte etwas bei der kostenlosen Version also nicht funktionieren, was man benötigt und in der normalen Version fehlt, spätestens dann sollte man die Pro Version erwerben.

Wurde das Image heruntergeladen, befindet sich auf dem Rechner eine gepackte Imagedatei, die nicht entpackt werden muss, da dies unser Imager selbst erledigt, bevor er flasht.

nun gehen wir wieder in den Raspberry Pi Imager und wählen zuerst das eben heruntergeladene Image aus, indem wir dort auf "CHOOSE OS" klicken:

repetierserv imagerchooseos

Dort scrollen wir in der Auswahl ganz nach unten und klicken auf "Use custom".

In dem dann erscheinenden Auswahlfenster suchen wir das eben heruntergeladene Image und bestätigen die Auswahl mit "Open":

repetierserv imagerimageload

Jetzt steht auf der Hauptseite des Imagers der Name des eben geladenen Images.

Rechts daneben wählen wir nun per "CHOOSE SD" unsere SD Karte aus, die wir zuvor in den Kartenleser des Host PCs eingesteckt haben:

repetierserv imagerchoosesd

Es wird nun unsere eingesteckte SD Karte angezeigt, hier 32 GB.

Nach der Bestätigung durch Klick auf die angezeigte SD Karte sieht es  dann auf dem Hauptbildschirm so aus:

repetierserv imagerimageflash

Dann geht es auch schon los, in dem wie - wie auf dem obigen Bild gezeigt - auf "WRITE" klicken:

repetierserv imagerimagesure

Die obligatorische Sicherheitsabfrage wird mit dem Klick auf "YES" bestätigt.

Das Flashen wird per % angezeigt:

repetierserv imagerimageflashprogr

Danach folgt die Überprüfung, ob alles korrekt geflasht wurde:

repetierserv imagerimageflashverify

Ist alles ok, wird das per Fenster bestätigt:

repetierserv imagerimageflashsuccess

Mit dem Klick auf "CONTINUE" und anschließend auf das kleine weiße "X" oben rechts, wird das Programm geschlossen.

Der Flashvorgang ist damit beendet und der Imager meldet die SD Karte auch gleich ab (leider).

Da wir aber noch "Kleinigkeiten" am System vornehmen, bevor wir die Karte in den Raspberry Pi einstecken, müssen wir die SD Karte aus dem Leser herausziehen und wieder einstecken, damit die Karte erneut erkannt wird.

Das Image vom Repetier Server basiert auf dem Raspberry Pi OS und daher können nun auch weitere Einstellungen vorab vorgenommen werden.

 

SSH Zugriff für Putty aktivieren

Info:
Dieser Schritt ist für den Betrieb des Repetier Server nicht notwendig, hilft aber, wenn man mal etwas tiefer ins System eingreifen will/muss.

Um per Putty auf die Kommandozeile des Raspberry Pi über das Netzwerk zugreifen zu können (spart uns den Anschluss einer Maus, Tastatur und Monitors), müssen wir wie im originales System SSH erst aktivieren.

Dazu wird auf den Bootteil der wieder in den Host PC eingesteckten SD Karte zugegriffen.
Während Windows auf das eigentliche Linux nicht zugreifen kann, ist aber die Bootpartition dank Fat32 für Windows sichtbar.

Mit einem Dateimanager schauen wir uns also dieses Verzeichnis an (unter Windows mit dem Windows Explorer):

ssh boot

So in etwa sollte der Inhalt aussehen (Auszug).

Nun erstellen wir eine leere Textdatei durch einen Rechtsklick in den freien Bereich mit der Auswahl "Neu" => "Textdokument":

ssh TextDokument

Dabei geben wir sofort auch den neuen Dateinamen an, indem wir den ganzen Text durch "ssh" (ohne "") ändern.
Beim speichern des Namens ohne Dateiendung erfolgt noch diese Sicherheitsabfrage:

ssh frage

Dies bestätigen wir mit "Ja".

Im Dateimanager sieht das danach so aus:

ssh fertig

Die Datei bleibt leer, es reicht, wenn diese nur vorhanden ist und beim ersten Raspberry Boot erkennt das System die Datei, schaltet SSH frei und löscht diese Datei im Anschluss.

Damit ist schon der entfernte Zugriff auf den Raspberry Pi freigeschaltet und es kann mit der Konfiguration mit WLan weiter gehen.
Wer möchte kann sich WLan sparen, wenn nur er per Netzwerkkabel zugreifen möchte.

 

WLan vorab konfigurieren

Es gibt eine Anleitung für die Vorabkonfiguration des WLans vor dem ersten Start.
Diese hatte ich hier auch beschrieben, jedoch hat diese nicht funktioniert, obwohl ich die dafür erforderliche Datei korrekt konfiguriert hatte.
Daher verzichte ich auf diesen Teil und konfiguriere das WLan später nachträglich weiter unten.

 

Jetzt kann die SD Karte vom Host PC abgemeldet, abgezogen und in den Raspberry Pi eingesteckt werden.

 

Der erste Start

Es erfolgt der erste Start des Raspberry Pis mit der eingesteckten SD Karte und eingestecktem Netzteil.

Dieser Start dauert eine Weile, daher bitte Geduld aufbringen.
Wenn nach ein bis 2 Minuten immer noch nichts auf dem Bildschirm erscheint, wird wohl was schief gelaufen sein.

Ist aber alles ok und der erste Boot erfolgreich gemeistert, erscheint auf dem Display die Lizenz Aktivierung ("License Activation"):

Lizenzaktivierung erforderlich

Hier kann jedoch noch keine Aktivierung stattfinden, da zuerst eine Internetverbindung hergestellt werden muss, um die Aktivierung zu prüfen.
Daher erfolgt die Aktivierung später auch deutlich einfacher über den integrierten Webserver, sobald vom AP Modus auf WLan Client umgestellt wurde.

 

WLan Konfiguration nach dem Booten über den Access Point

Auf einem neueren Raspberry Pi sollte WLan automatisch erkannt und eingebunden werden.
Nach dem Start befindet sich der Repetier Server in diesem AP Modus und zeigt uns seine IP Verbindung an, bei mir: http://10.10.10.1:3344

Diese Adresse ist aber so noch nicht aufrufbar, wir müssen uns zuerst mit dem Raspberry Pi verbinden.
Dazu rufen wir mit einem WLan fähigen Gerät die Wlan Umgebung auf und suchen nach der SSID "RepetierServer" und klicken auf "Verbinden".
Es folgt kurz darauf die Passwortabfrage, die da lautet: 12345678
Dieses Passwort sollte später unbedingt geändert werden !!

Wurde die Verbindung erfolgreich hergestellt, sieht das unter Windows 10 z.B. rechts unten so aus:

repetierserv accesspoint

Somit können wir nun die unverschlüsselte Webseite aufrufen, die auf dem Display steht:

http://10.10.10.1:3344

Folgende Hauptseite erscheint:

repetierserv main

Oben in der blauen Leiste sieht man am Namen die kostenlose unaktivierte Version vom Repetier Server.

Um die WLan Einstellung von Access Point auf WLan Client im eigenen Netzwerk umzustellen (damit wir auch die für die erforderliche Internetverbindung für die Aktivierung der Pro Lizenz erhalten), rufen wir oben rechts im Zahnradmenü "Globale Einstellungen" auf:

repetierserv setglobals

Im neuen Menü rufen wir dann "Netzwerk/Zeit" auf:

repetierserv setglobalsnet

In der nun folgenden WLan Übersicht seht Ihr Euer (hoffentlich gefundenes) WLan Netzwerk:

repetierserv setglobalswlansel

Oben ist aber ein wichtiger Hinweis zu lesen, der vorab die Korrektur der eigenen Region erfordert.
Daher klicken wir zuerst auf den zweiten Reiter "Verbindungseinstellungen" und dann auf "Region":

repetierserv setglobalswlansreg

Hier auf dem Bild oben leider nicht zu sehen, müsst Ihr nach der Auswahl "Germany" die Liste ganz nach unten scrollen und dann auf "Setze Region" klicken.
Damit wird die neue Region übernommen und statt der "00" steht dann das Länderkürzel "DE" unter "Region".

Nun kehren wir wieder zurück in den ersten Reiter und wählen unser erkanntes WLan Netzwerk aus (siehe ein weiteres Bild höher):

repetierserv setglobalswlancon

Sobald wir alle erforderlichen Eingaben gemacht haben (bei mir war es nur das WLan Passwort), erfolgt ein Klick auf "Verbinden".

Da hier nun die komplette WLanstruktur und Verbindung geändert wird erscheint richtigerweise dieser Warnhinweis:

repetierserv setglobalswlanlost 

Um nun wieder mit dem Repetier Server zu kommunizieren, müssen wir die Verbindung neu aufbauen.

Hierfür rufen wir die Einstellungen im Router auf, um zu schauen, wie der Repetier Server im eigenen Netz heißt und welche IP Adresse er bekommen hat:

repetierserv setglobalswlanfritz

In meiner FritzBox unter "Heimnetz" hat er den Namen "Repetier-Server" bekommen mit der IP Adresse 192.168.178.124.
Ich habe diese DHCP IP Adresse im Router festschreiben lassen, damit ich mir den Murks mit einer festen IP Konfiguration sparen kann.
Die Fritzbox vergibt nun immer diese IP an den Repetier Server, sobald er erkannt wird.

Man hätte auch unter dem Menüpunkt "WLan" schauen können aber hier sehen wir auch die Kabelverbindungen, falls jemand kein WLan nutzen möchte.

Hier haben wir nun zwei Möglichkeiten, den Webserver des Repetier Server aufzurufen:

entweder:

http://repetier-server

oder

http://192.168.178.124

Wichtig:
Bitte setzt hier Eure herausgelesene IP Adresse ein, denn die hier gezeigte dient nur als Beispiel und funktioniert daher bei Euch nicht unbedingt !!

Da in der Regel der Aufruf per Namen (erste Methode) funktioniert, müsst Ihr Euch die IP Adresse nicht unbedingt merken. 

Sobald Ihr wieder verbunden seit, stellt auch gleich noch in den WLan Einstellungen die Zeitzone korrekt ein:

repetierserv setglobalswlantime

Einfach in den Bereich klicken und nacheinander den Kontinent und die Stadt auswählen.

Auf dem Display ist nach dem Wechsel in den IP Klient Modus folgendes Bild zu sehen, wenn die Umstellung geklappt hat und der Repetier Server sich im Netz der Fritzbox (oder des Routers, den Ihr Zuhause habt):

repetierserv newip sml

Ihr seht oben die neue IP (roter Pfeil) auf dem Startbildschirm (hier steht meine IP, Eure kann was völlig anderes sein).
Hat es nicht geklappt, wird in der Regel wieder die 10er IP angezeigt.

In den Einstellungen ist der Repetier Server so konfiguriert, dass dieser zuvor genutzte Access Point Modus immer dann aktiviert wird, wenn das eigene WLan Netzwerk nicht verbunden ist.
Als Auswahl hat man dann noch Access Point immer an oder immer aus.
Ich habe die Standardeinstellung so gelassen (AP an, wenn Netzwerk nicht verbunden), da man den AP Modus als Notzugang nutzen kann, wenn sich der Raspberry Pi nicht ins eigene Netz verbinden kann und immer parallel den AP Modus zu nutzen, halte ich für unnötig.

Wichtig:
Egal ob man den AP Modus weiterhin zulässt oder nicht, bitte unbedingt das Access Point Passwort ("12345678") ändern !!

repetierserv accesspointpasswd

Wieder zurück auf der Hauptseite des Webservers ist nun eine dritte Netzwerkkonfiguration aufgetaucht, welche die neue WLan Verbindung bestätigt.

Wer genau hingeschaut hat, sieht oben beim roten Pfeil jetzt einen anderen Namen der Server Instanz.
Vorher stand da "Pluto-61" und nun "Cerus-2".

repetierserv webmain

Das kommt daher, dass ich beim Testen irgendwas verbogen hatte und das Image neu aufspielen musste.
Dabei wurde ein neuer Name vergeben.
Dieser Name soll die die Druckerinstanzen unterscheidbar machen und kann beliebig geändert werden:

repetierserv servnamenewapi

Ich ändere hier nun den Servernamen auf "Anet E10".
Die UUID lasse ich so, wie sie vorgegeben wurde, denn wichtig ist nur, wenn weitere Druckerinstanzen hinzugefügt werden, dass sich diese UUIDs unterscheiden.

Der blaue Pfeil oben zeigt den Menüpunkt, wo ein neuer API Schlüssel erzeugt werden kann.
Dies ist NICHT die Aktivierung der Pro Version, sondern hier kann man einen neuen zufälligen API Schlüssel für die Free Version erzeugen lassen.
Das Warum steht im Infotext darunter.

 

Pro Version freischalten oder Testzeitraum starten

Wer sich für die Pro Version des Repetier Server entschieden und den API Schlüssel erworben hat oder den Testzeitraum freischalten möchte, kann die Eingabe hier aufrufen:

repetierserv regmenue

Dann im erscheinenden Menü auf "Registrieren" klicken und eine weitere Seite erscheint zur Lizenzauswahl:

repetierserv licenseactivation

Auf dieser Seite kann vorab aber auch eine Lizenz deaktiviert werden, wenn man z.B. den Raspberry Pi neu installiert oder eine sogenannte kostenlose "Probezeit" starten, um die Pro Funktionen eine Zeit lang zu testen.
Und man sieht auf dieser Seite auch eine Auflistung der Unterschiede zwischen Free und Pro Version.

Wer eine Lizenznummer hat, gibt sie dort ein, wo der untere rote Pfeil hin zeigt.
Wer eine Lizenz erst erwerben muss/möchte, findet einen Button zur passenden Webseite hinten rechts unter dem Eingabefeld des Lizenzschlüssels.

Wurde der Schlüssel akzeptiert, wird das im folgenden Fenster angezeigt:

repetierserv licactive

Auch der Inhalt des Displays am Raspberry Pi ändert sofort seinen Inhalt:

repetierserv mainenglish sml

Voreingestellt ist die englische Sprache, obwohl der Webserver bereits in Deutsch dargestellt wird.

 

Sprache auf dem Display ändern

Um die Sprache zu ändern klicken wir oben auf Settings und erhalten folgende Auswahl:

repetierserv settingslang sml

Dann einfach die gewünschte Sprache auswählen:

repetierserv settingslangger sml

Direkt nach der Auswahl wechselt der Inhalt wieder zurück auf den Hauptschirm:

repetierserv maingerman sml

Damit ist die grobe Installation erst einmal abgeschlossen.

 

Den Server bitte immer korrekt herunterfahren

Wichtig:
Da es sich beim Raspberry Pi um einen Linux Computer handelt, auch wenn Repetier Server als Image installiert wurde, muss dieser wie jeder Computer sauber herunter gefahren werden, sondt drohen Datenverlust und evtl. bootet das ganze System nicht mehr !!

Zum Herunterfahren einfach auf "Herunterfahren" tippen und die Sicherheitsabfrage bestätigen.

 

Update durchführen

Oft ist das Image vom Repetier Server nicht die aktuellste, so wie hier geschehen, als ich diese Anleitung schrieb.
Hier hatte ich auf der Downloadseite nur die Version 0.94.0 und älter angeboten bekommen.
Ein Updatecheck brachte aber sofort eine deutlich neuere Version zum Vorschein: 0.94.2.

Wie man auf ein Update prüft und - falls vorhanden - dies dann installiert, folgt hier:

repetierserv updatemenue

Hier wieder auf das Zahnrad klicken und "Nach Updates suchen" auswählen.
Dann folgt die passende Seite dazu:

repetierserv update

Ein Klick auf den im Bild mit dem rot gekennzeichneten Pfeil gezeigten Button und das Update startet.

Bei mir verlor der Raspberry Pi kurzzeitig die Verbindung zum Router aber das scheint ggf. normal zu sein, denn nach dem Update baut sich die Verbindung wieder automatisch auf.
Ich weiß nicht, ob das normal ist, da ich es bei früheren Installationen und Updates nicht beobachtet habe.
Vermutlich liegt es auch an der Größe der Updates und wie schnell dieses durchgeführt wird.

Sollte es also zu dieser Unterbrechung kommen und danach die Verbindung automatisch wieder aufgebaut werden, ist alles ok.

Nach dem Update und/oder bei einer aktuellen Installation erscheint dann folgende Meldung:

repetierserv updatefinish

Oben in der blauen Zeile wird dann die aktuelle Version angezeigt.

 

Hardware Informationen

Um zu schauen, ob es diverse Probleme gibt oder gab, kann man auf der Hauptseite des Displays die sogenannten "Hardware Informationen" aufrufen:

repetierserv pistatus sml

Auf dieser Infoseite sieht man z.B. ob der Raspberry Pi zu wenig Strom erhielt (also das Netzteil ausreichend dimensioniert war) oder ob die CPU durch Hitze oder sonstwas heruntergetatktet wurde.
Dann findet man dort auch den Speicherverbrauch (RAM und Dateisystem), Temperatur des Prozessors und so weiter.
Gerade wenn es diverse Probleme während des Betriebs feststellt, kann dies bei der Suche helfen.
Vor allem, wenn man einiges am Raspberry Pi angeschlossen hat, ist z.B. ein ausreichend starkes Netzteil Grundvoraussetzung.
Sollte hier das System gerade noch so laufen und immer wieder stocken, sollte dies hier abrufbar sein.

 

Login per SSH mit Putty

Wurde der Zugang für SSH - wie oben beschrieben - aktiviert, kann man auf die Kommandozeile (Terminal) des Repetier Server zugreifen.

Das setzt natürlich ein Terminalprogramm voraus, während wir am besten wohl auch auf das hier genannte Putty zugreifen (Windows).
Sicherlich gibt es viele andere Terminalprogramme aber ich finde Putty als sehr einfach zu handhaben und sehr verbreitet.

Putty laden wir hier herunter:

Download PuTTY: latest release 

Dabei habe ich die 64Bit Version gewählt, die man nicht installieren muss:

repetierserv puttydl

Das hat auch den Vorteil, dass man später bei Updates von Putty einfach die neue Version über die alte kopiert.
Diese Version kopiert man nach dem Download einfach an die gewünschte Stelle auf dem PC und startet sie direkt per Doppelklick (oder legt eine Verknüpfung dafür an).
Selbstverständlich kann man auch die Installationsversion nutzen, das Ergebnis ist nachher bei der Benutzung das Gleiche.

Haben wir Putty heruntergeladen (optional installiert) und gestartet, erscheint folgendes Fenster:

Putty start

Dabei ist wichtig, dass als Port "22" eingestellt und "SSH" ausgewählt ist.

Und unter "Translation" muss die korrekte Kodierung ausgewählt sein/werden, nämlich "UTF-8":

Putty UTF8

Das wäre schon alles, was die technischen Voraussetzungen angeht.

Nun geben wir die Zugangsdaten ein und speichern diese Konfiguration, um später nicht immer wieder alles manuell eingeben zu müssen:

Putty config

Oben im Kreis markiert habe ich den Netzwerknamen (Hostname) des Repetier Servers eingegeben, also den Namen, unter dem der Raspberry Pi im Netzwerk angesprochen wird.
Wer will, kann hier statsdessen auch die vergebene IP Adresse eintragen.

Dann vergeben wir einen Namen im Feld "Saved Sessions" und direkt nach dem Speichern durch "Save" erscheint dieser Name auch in der Liste darunter.
So können wir in Zukunft einfach auf den Namen in der unteren Liste klicken und dann auf "Open" und schon versucht Putty die Verbindung aufzubauen.

Sollte dies schief laufen, da irgend etwas nicht stimmt, erfolgt folgender Hinweis:

Putty error

Ist aber alles ok, wird dieser Hinweis ausgegeben:

Putty alert

Die obige Sicherheitswarnung erscheint und weist uns korrekt darauf hin, dass der hier gezeigte Sicherheitsschlüssel Putty nicht bekannt ist und daher eine Gefahr darstellen könnte.
Dies ist völlig normal und da wir nach wie vor im eigenen Netz auf eigene Hardware/Software zugreifen, können wir getrost "Ja" anklicken und damit diesen Schlüssel speichern.
Putty fragt in Zukunft nur noch nach, wenn sich etwas ändert, z.B. durch Neuinstallation vom Repetierserver.

Wenn wir später die Verbindung wieder beenden oder die Verbindung aus irgenwelchen anderen Gründen getrennt wird, erscheint folgender Hinweis:

Putty disconnect

Nun steht die Verbindung und es wird nach dem Login gefragt:

terminal connect

Als Benutzer geben wir "pi" ein und das passende Passwort, welches "raspberrypi" lautet (deutsche Tastatur, bei der englischen ist "y" und "z" getauscht):

terminal access

Passen die Logindaten, erscheint dieser Loginhinweis:

terminal startmessage 

Dort wird darauf hingewiesen, dass man unbedingt das Passwort ändern sollte, da dieses Passwort bei allen Standardinstallationen vom Repetier Server gleich ist.
Neben dieser Info stehen noch weitere Infos und Tipps (dort bitte auch nach oben scrollen, damit alles angezeigt wird).

Zum Verlassen der Verbindung, ohne den Server herunterzufahren, geben wir einfach "exit" ein und Putty wird beendet und schließt sich.

 

Passwort für den User "pi" ändern

Um aus Sicherheitsgründen das Passwort des Users "pi" zu ändern, gehen wir nach dem Login wie bei der Loginmeldung angegeben vor mit dem Befehl

passwd

und ändern dieses.

Zuerst wird nach dem aktuellen Passwort gefragt, dann 2x nach dem neuen und so sieht das aus:

pi@Repetier-Server:~ $ passwd
Changing password for pi.
Current password:
New password:
Retype new password:
passwd: password updated successfully
pi@Repetier-Server:~ $

Damit ist man dann auf jeden Fall sicherer, falls jemand unbefugt auf den Raspberry Pi zugreifen möchte, der sich im selben Netz befindet.

 

Konfiguration des Grundsystems über raspi-config

Da das Repetier Server Image auf dem Raspberry Pi OS (früher Raspbian genannt) basiert, kann man auch so gut wie alle Änderungen und Konfigurationen vornehmen, wie beim normalen Raspberry Pi OS Image auch.

Durch den Befehl

sudo raspi-config

startet man die bekannte Konfigurationsoberfläche im Terminal:

terminal raspiconfig 

Auf diese Konfigurationsmöglichkeit möchte ich aber nicht weiter eingehen, da dies den Rahmen sprengen würde.
Wer hier mehr Infos haben möchte, kann sich auch meine Installationsanleitung vom Raspberry Pi OS in meinem Forum anschauen:

Raspberry Pi installieren: RASPBIAN xxxxxx (+Full +Lite)

Dort wird etwas genauer auf das Grundsystem eingegangen.

 

Update des Grundsystems (Raspberry Pi OS)

Da das Grundsystem des Repetier Server aus dem Raspberry Pi OS besteht, halte ich es für mich für eine gute Idee, dieses ab und zu ebenfalls zu aktualisieren.
Normalerweise nutzt man die interne Updatefunktion, die den Repetier Server Teil aktualisiert und darin sollte eigentlich alles berücksichtigt werden.
Trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen, auch das Grundsystem ab und zu zu aktualisieren, denn diese Updates gibt es ja nicht ohne Grund.

Wichtig:
Ob diese Aktualisierung sinnvoll ist oder nicht, mag jeder selbst für sich entscheiden.
Daher: Auf eigene Gefahr, auf eigenes Risiko und ohne Haftung meinerseits und wie immer: Backup vorher durchführen !!

Dieses Update wird in der Befehlszeile mit allen Abhängigkeiten mit folgendem Befehl ausgeführt:

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade -y

Damit wird alles vom Raspberry Pi OS inkl. Abhängigkeiten auf den aktuellen Stand gebracht.
Dieser Vorgang kann eine ganze Weile dauern, je nach dem, wie oft man aktualisiert und wie alt die Images sind.

Wer dies öfter durchführt braucht nicht alle Abhängigkeiten zu aktualisieren und dann reicht auch ein

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade -y

das dann auch etwas schneller geht aber diese Zeilen (je nachdem) sollten immer dann ausgeführt werden, wenn man auch etwas hinzu installieren möchte.
Die Unterschiede zu den beiden Zeilen findet man u.A. un den sogenannten man-pages (Hilfstexte werden in der Befehlszeile per "man befehl" aufgerufen) oder über Google.
Mehr dazu auch am Ende der oben verlinkten Anleitung.

Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein oder es ist Zufall aber nach dem obigen Update ist die CPU Load Time deutlich heruntergegangen.
Vorher lag sie oft auf oder über 1, jetzt ist sie kaum noch nennenswert.

 

Raspberry Pi / Repetier Server mit 3D Drucker verbinden

Als Nächstes steht nun die hardwareseitige Verbindung zwischen Raspberry Pi und 3D Drucker an.
Hier habe ich eine USB Verbindung gewählt, da dies die sicherere, stabilere und schnellere Verbindung ist und der Druck nicht beeinflusst wird, wenn die WLan Verbindung zwischen PC und Raspberry Pi abbricht.
Wir nutzen die WLan Verbindung vom PC zum Raspberry Pi lediglich für kleinere Steuerungsaufgaben und/oder Übertragund der Druckdateien auf den Repetier Server.
Der eigentliche Druck findet dann per USB zwischen Raspberry Pi und Drucker statt.

Ich habe also den Raspberry Pi in der Nähe des Druckers montiert, die Stromversorgung bereit gestellt und ein USB Kabel zwischen den beiden Geräten montiert.
Zudem habe ich auch noch gleich meine PS3 (Eye) Kamera per USB am Raspberry Pi angeschlossen, die ich sehr günstig über eBay besorgt habe.
Diese Kamera ist zwar kein Wunderwerk aber reicht für kurze Blicke auf den Druckfortschritt von überall her völlig aus.

Nach dem nun alle nötigen Verbindungen kabeltechnisch hergestellt sind, wird der Raspberry Pi mit dem installierten Repetier Server mit Strom versorgt und gestartet.

 

Neuen Drucker konfigurieren

Ich konfiguriere den Drucker über den Webserver am PC, da dies wesentlich einfacher ist, als über das Display.
Dazu rufen wir die Oberfläche entweder per IP Adresse oder über seinen Netzwerknamen auf:

http://repetier-server

Dort klicken wir dann auf "Erzeuge neuen Drucker":

repetierserv newprinterstart

In der neuen Ansicht wird zuerst nach dem Druckernamen gefragt:

repetierserv newprintername

Ich habe hier den Namen meines Druckers eingegeben ("Anet E10"), tragt hier ein, was Ihr möchtet.

Dann folgt der Klick auf den Button "Mit Schritt 2 fortfahren":

repetierserv newprinterserial

Hier oben bitte genau schauen, wie die Werte eingetragen werden müssen.
Ich habe mich an der Konfiguration für Repetier Host unter Windows orientiert, wobei dort bei RTS/DTR Tief => Hoch angeraten wurde und auch funktionierte aber unter Linux auf dem Raspberry Pi kam damit keine Verbindung zustande.
Daher habe ich RTS/DTR auf Hoch zu tief eingestellt und das war auch die einzige Konfiguration, die eine Verbindung herstellen konnte, während unter Windows beides ging ....

Aber nun von oben nach unten:

Firmware: Marlin
Verbindungsmethode: Serielle Verbindung
Gerät/Port: Hier wurde schon der korrekte Port vom Raspberry Pi erkannt und voreingestellt
Baudrate: Beim SKR V1.4 (Turbo) 115200 Baud
RTS: Hoch zu tief (ggf. variieren bis es geht)
DTR: Hoch zu tief (ggf. variieren bis es geht) 
Korrektur für Malyan: ignorieren bzw. aus
Passwort: habe ich leer gelassen

Nach dem Klick auf "Mit Schritt 3 fortfahren" wird die Verbindung hergestellt.
Dauert das längere Zeit, sollte man abbrechen und andere Parameter testen.

Sind die Werte korrekt und die Verbindung steht, kommt folgendes Bild:

repetierserv newprintersizewrong

Hierbei waren bei mir die Werte bei X Rechts, Y Hinten und Z Max nicht identisch mit der Firmware.
Warum dann der Wizard diese Werte nicht automatisch korrigiert hat, kann ich nicht sagen aber wenn ich die Werte Manuell korrigiere, werden sie komischerweise als korrekt markiert (bis auf Z Max):

repetierserv newprintersizeright

Egal, die Werte habe ich nun von der realen Heizbettgeometrie eingetragen, die auch so in der Marlin Firmware hinterlegt ist.

Mit dem Klick auf "Mit Schritt 4 fortfahren" geht es weiter:

repetierserv newprinterbedextruder

Hier oben wurde alles korrekt erkannt und vorgegeben:

Anzahl Extruder: 1
Filamentdurchmesser: 1,75
Heizbett vorhanden: Ja
Heizkammer vorhanden: Nein

Weiter mit "Mit Schritt 5 fortfahren":

repetierserv newprinterfan

Im letzten Schritt wird die Anzahl der Lüfter abgefragt und ist mit "0" voreingestellt.
Da ich zwar mehrere Lüfter habe aber von Marlin nur einer gesteuert werden kann, habe ich auch hier den Wert auf "1" gesetzt.
Ob ich einen Software EIN/AUS Schalter habe, weiß ich aktuell nicht und lasse es daher erst einmal auf "Nein".
Sollte ich oder jemand anderes hier mehr herausfinden, werde ich das nachtragen.

Nun noch ein Klick auf "Fertigstellen":

repetierserv printermainview

Auf der Startseite erscheint nun der neu konfigurierte Drucker.

Um einen genaueren Status zu bekommen, kann man unter dem Drucker auf "Zum Drucker" klicken und es erscheint die dazu passende Übersicht:

repetierserv printerdetailprintview

Oben ist die Ansicht für das Drucken, nachfolgend die Ansicht im Reiter "Steuerung" (kleiner Ausschnitt):

repetierserv printerdetailcontrolview

Und zuletzt noch der Bereich "Konsole":

repetierserv printerdetailconsoleview

Die Konsole dient u.A. zur Eingabe von GCodes.
Hier habe ich z.B. den Debug Code M122 eingegeben, der den Status der Treiber über den UART Modus ausgibt (wie z.B. in der Anleitung zum Mainboard über Printrun / Pronterface).

Auch auf der Oberfläche des Raspberry Pi Displays hat sich etwas geändert:

repetierserv TFTpi50main sml

Aber auch auf dem Druckerdisplay (hier im Marlin Modus) sieht man die Steuerung durch den Repetier Server:

repetierserv TFTmarlinmain sml

Soweit ist hier grob die Installation beendet.

 

Kamera einrichten (nur Pro Version)

Im Image von Repetier Server ist eine Autoerkennung für Kameras bereits eingebaut.
Unterstützt werden angesteckte USB Kameras aber auch die originale Raspberry Pi Kamera.

Da ich meinen Raspberry Pi mit dem installierten Repetier Server über meinem Drucker angebracht habe, würde die originale RaspiCam bei mir keinen Sinn machen, da sie in der Position das Druckbett nicht sehen kann.
Daher habe ich mir über eBay die PS3 Eye Kamera für kleines Geld besorgt.
Diese Kamera ist ab und zu sehr günstig zu bekommen und ich habe erste Tests mit dieser Kamera damals gemacht, da ich eine an der PS3 in Betrieb hatte.
Sie hat keine wirklich hohe Auflösung (max. 640×480 Pixel @ 60 Hz) aber reicht mir für das Geld völlig aus, da ich ab und zu von überall aus nur einen kurzen Blick auf den Druck werfen möchte, ob noch alles ok ist.

Hier findet man weitere Informationen und Daten zu dieser Kamera:

Wikipedia PlayStation Eye (englisch)

Wer eine andere (USB) Kamera nutzen möchte, muss ggf. schauen, wie diese unter dem Raspberry Pi OS zu installieren ist.
Ich gehe hier eben nur auf die oben genannte ein, da ich keine andere habe.

Sollte die originale Raspberry Pi Kamera eingesetzt werden, ist es wichtig, dass diese unter "raspi-config" auch aktiviert wurde/wird, da dieser Port ein und aus geschaltet werden kann.

Um dem Drucker eine Kamera zuzuweisen, rufen wir die Einstellungen des Druckers auf:

repetierserv printerconfig

Hierbei in der Übersicht einfach beim Drucker auf das Zahnrad und dann auf "Druckereinstellungen" klicken:

repetierserv printeraddcamera

Im nun folgenden Fenster auf den Reiter "Webcam" klicken (Inhalt siehe oben) und beim unteren Pfeil wird die vom System erkannte Kameraschnittstelle bereits eingetragen.
Um nun aber die Kamera auch dem Drucker zuzuweisen, beim oberen Pfeil auf "Webcam hinzufügen" klicken und das Fenster klappt weiter auf:

repetierserv printeraddcameraassign

Ich habe alle Einstellungen vorab so übernommen und auch keine URLs eingetragen, da diese vom System beim nachfolgenden "Zuweisen" eingetragen werden.

Auch die Auflösung und Framerate habe ich so übernommen und dann eben auf "Zuweisen" geklickt:

repetierserv printeraddcamerasave

Bei den unteren beiden Pfeilen sieht man das aktuelle Kamerabild und das zeigt somit, das die Kamera funktioniert.

Damit ist die Kamerakonfiguration auch schon abgeschlossen und wir speichern diese Einstellung oben rechts mit dem grünen Button "Speichere Konfiguration".

Nach dem Klick auf "Speicher Konfiguration" passiert nicht mehr viel, es wird nur kurz eine Bestätigung eingeblendet.

Wenn wir nun wieder auf die Hauptseite wechseln und den Drucker erneut aufrufen, wechseln wir auf den neu hinzugefügten Reiter "Webcam":

repetierserv printercameraview

Hier wird uns der Stream der Kamera angezeigt und zwar in einem großen Bild.

Das Kamerabild wird übrigens auch in anderen Programmteilen im Webserver angezeigt, so dass man z.B. den Drucker steuern/bewegen kann und auf dem dann kleinen sichtbaren Bild sieht man live, was der Drucker gerade macht.

Auch auf dem TFT Display des Raspberry Pis kann man das Kamerabild anzeigen lassen:

repetierserv TFTpi50camera sml

Des Weiteren ist nun auch auf dem Hauptschirm das Kamerasymbol zur Auswahl erschienen, um das obige Bild anzeigen zu lassen.

Hier sieht man den Stand der Kamera, der zu den oben gezeigten Bildern geführt hat:

repetierserv camerastand sml

Ich habe die Bilder ohne Blitz gemacht, daher sind sie nicht die Besten.
Und man möge das Chaos auf dem obigen Bild verzeihen, denn das Projekt ist noch nicht fertig.
Es ist daher noch alles offen und es ist etwas wirr, wird aber noch aufgeräumt und verschlossen, sobald alles verbaut wurde.

 

 

 

Wird fortgesetzt ....

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